Linda Teuteberg

Sachgrundlos befristete Arbeitsverträge in Bundesministerien

Im Koalitionsvertrag der Großen Koalition planen die Union und die SPD das Ende sachgrundlos befristeter Arbeitsverträge. Aus der Antwort der Bundesregierung an eine von der Brandenburger Bundestagsabgeordneten Linda Teuteberg (FDP) gestellten Frage geht jedoch hervor, dass gerade in den Bundesministerien ein großer Teil der Arbeitsverhältnisse sachgrundlos befristet ist. Linda Teuteberg dazu:

"Wenn man der SPD glauben darf, ist die steigende Zahl von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen eines der größten sozialen Probleme in Deutschland. Da ist es eine dreiste Doppelzüngigkeit, dass die Bundesregierung und vor allem auch SPD-Minister selbst dieses Instrument massiv nutzen. Bis zu 98 Prozent der neuen Arbeitsverträge waren in den Ministerien im vergangenen Jahr sachgrundlos befristet. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

Besonders die Familienministerin Frau Barley und ihre Vorgängerin Manuela Schwesig verhalten sich scheinheilig. Mehr als jeder zehnte Mitarbeiter im Familienministerium wird inzwischen mit einem sachgrundlos befristeten Vertrag beschäftigt. Wer so hart und selbstgerecht Missstände in der Wirtschaft anprangert, der sollte zuerst einmal selbst danach handeln.“